Worum geht es…
Eine Villa bei Padua zu gewinnen, klingt nach dem Beginn eines besseren Lebens. Das denkt sich auch Protagonistin Cara. Seit Jahren reist sie für ihren Beruf umher und ihr Nomadenleben hat sie zunehmend satt. Nun wittert sie ihre Chance, im idyllischen Italien endlich sesshaft zu werden. Dumm nur, wenn an dem Haus Bedingungen hängen, die sich der Teufel vermutlich persönlich ausgedacht hat: mindestens fünf weitere Mitbewohner, echtes Zusammenleben und regelmäßige Kontrollen. In Caras Villa ziehen nach und nach fünf sehr unterschiedliche Männer ein. Aus einem pragmatischen Plan wird ein emotional, organisatorisch und zwischenmenschlich hochgradig fragwürdiges Wohnexperiment.

Was diese Geschichte ausmacht…
Dieses Projekt verbindet romantisches Chaos, eigensinnige Figuren und ein Zusammenleben, das schneller eskaliert, als irgendjemandem lieb sein kann. Mich reizt dabei besonders das Spannungsfeld zwischen Neuanfang, emotionaler Unruhe, unfreiwilliger Nähe und der Frage, wie lange ein halbwegs vernünftiger Plan überlebt, wenn zu viele starke Persönlichkeiten daran beteiligt sind.
Fünf Männer, fünf Probleme…
Caras Wohnexperiment scheitert gewiss nicht an fehlendem Platz, sondern an der Tatsache, dass hier fünf Männer mit denkbar unterschiedlichen Temperamenten, Hintergründen und Motivationen aufeinandertreffen. Zwischen Sicherheitsdenken, Untergrundcharme, verletztem Stilbewusstsein, überdrehtem Schauspielerdrama und tatsächlicher sozialer Kompetenz, ist Harmonie nur selten zu finden.
Emir
Emir bringt die volle Energie eines Exmilitärs mit: diszipliniert, präsent, wachsam und nicht gerade dafür bekannt, Dinge auf sich beruhen zu lassen. Für ihn ist Ordnung kein dekorativer Wunschzustand, sondern eine Notwendigkeit, was in einem Haus voller starker Egos automatisch zu Konflikten führt.
Sebastian
Sebastian ist ein kultivierter Snob mit scharfem Verstand, tadellosem Geschmack und einem ausgeklügelten Talent dafür, andere mit nur wenigen Worten präzise zur Weißglut zu bringen. Er wirkt kontrolliert und elegant, trägt seine Empfindlichkeiten aber deutlich näher an der Oberfläche, als er selbst vermutlich zugeben würde.
Fucando
Fucando ist Arzt, warmherzig, vernünftig und vermutlich einer der wenigen Menschen in diesem Haus, die grundsätzlich deeskalationsfähig wären. Gerade dadurch gerät er zwischen die Fronten: als ruhiger Gegenpol ist er den anderen Dramakings ein Dorn im Auge.
Santiago
Santiago bringt Charme, Showtalent und die Energie eines Mannes mit, der gern im Rampenlicht steht. Auch wenn seine große Rolle im Showbusiness noch auf sich warten lässt. Zwischen Seifenoper, echter Verletzlichkeit und viel zu viel Gefühl für einen einzigen Raum, sorgt er zuverlässig dafür, dass es selten still bleibt.
Ignacio
Ignacio ist der Typ Untergrundmann, der nicht laut sein muss, um Präsenz zu haben. Ruhig, kontrolliert und mit jener Art von Souveränität, die eher Fragen aufwirft als Antworten liefert, bildet er einen spannenden Gegenpol zu Emir: zwei Männer mit starkem Machtgefühl, die aber nach unterschiedlichen Regeln spielen.

Neues aus dem Herrenhaus…
Hier sammle ich Beiträge, Material zu den Figuren, Zusatzmaterial und Hintergrundgedanken rund um Caras fragwürdiges Wohnexperiment. Nach und nach wächst dieser Bereich mit allem, was die Villa bei Padua noch chaotischer, lebendiger und komplizierter macht.
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Auf einen Blick…
Genre: Dramedy/ RomCom / Ensemble-Roman
Schauplatz: nahe Padua, Italien
Ton: charmant, chaotisch, spannungsvoll, stimmungsintensiv
Im Zentrum: Zusammenleben, Dynamik, Eskalation